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Die Stiftung Warentest fand im Reis erhöhte Arsen- und Cadmiumwerte. Gerstoni bietet eine unbelastete Alternative.


Regional, nachhaltig und unbelastet: Ist Gerste der gesündere Reis?

Die Stiftung Warentest fand im Reis erhöhte Arsen- und Cadmiumwerte. Man sollte Reis darum nur in Maßen verzehren. Mit der Speisegerste gibt es aber eine heimische Alternative, die mit vorteilhaften Inhaltsstoffen und einfacher Zubereitung punktet.

Reis ist das Grundnahrungsmittel der Welt. 3,5 Milliarden Menschen essen ihn täglich. Auch hierzulande wird Reis immer beliebter, ob als Beilage, Milchreis oder in Form von Reiswaffeln für Kleinkinder. Grund genug für die Stiftung Warentest, den Reis regelmäßig unter die Lupe zu nehmen, zuletzt in der Ausgabe 5/2026.

Erhöhte Werte von Arsen und Cadmium im Reis

Die Stiftung Warentest untersuchte in diesem Test Reisprodukte aus fünf Reissorten: Basmati-, Parboiled-, Jasmin-, Rundkorn- und Vollkornreis. Nur vier der vierzig getesteten Produkte bekamen im Schadstoff-Check eine gute Note. Der Rest fiel durch erhöhte Arsen- und teilweise auch Cadmiumwerte auf – unabhängig von biologischem oder konventionellem Anbau. Aus diesem Grund empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Reis und Reisprodukte nur in Maßen auf den Tisch zu bringen und auf Abwechslung bei den verzehrten Getreidearten zu achten.

Speisegerste: eine heimische Alternative und unbekanntes Superfood

Sucht man nach Getreiden, die den Platz von Reis auf dem Teller einnehmen können, landet man schnell bei der Speisegerste „Gerstoni“. Diese speziell für eine bewusste Ernährung gezüchtete Gerstensorte hat wenig mit den anderen Gersten zu tun, die in erster Linie zum Bierbrauen und als Viehfutter angebaut werden. Stattdessen ist das geschälte und geschliffene Korn weiß wie Reis, klebt nicht und lässt sich ebenso schnell und einfach zubereiten.

Die Speisegerste Gerstoni wird im Familienbetrieb Dieckmann im Schaumburger Land in Niedersachsen vom Saatgut an entwickelt. Inzwischen bietet das Unternehmen eine große Auswahl an Gerstenprodukten an. Weil Gerste zum Wachsen nicht im Wasser stehen muss und die Transportwege vom Feld bis zum Teller kurz sind, ist ihr CO2-Fußabdruck auch um ein Vielfaches niedriger als der von Reis. Doch was diese Speisegerste zum echten heimischen Superfood macht, sind ihre ernährungsphysiologischen Eigenschaften.

Beta-Glucan: Fördert die Verdauung und hilft, Cholesterinwerte zu senken

Für eine ausgewogene gesunde Ernährung sind Ballaststoffe unerlässlich. Die Gerstoni Speisegerste enthält neben hochwertigen Proteinen, langkettigen Kohlenhydraten, wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen auch einen bemerkenswert hohen Ballaststoffanteil – zwölfmal so viel wie weißer Reis. Vor allem der pflanzliche Ballaststoff Beta-Glucan zeichnet sie aus. Mit 5 Gramm pro 100 Gramm ist Gerstoni das heimische Getreide mit dem höchsten Beta-Glucan-Gehalt überhaupt. Beta-Glucan ist ein hoch quellfähiger Ballaststoff, für den wissenschaftliche Studien vielfache ernährungsphysiologische Effekte belegen.

Zum einen erhöhen Gerstenballaststoffe das Volumen der aufgenommenen Nahrung und senken somit gleichzeitig die Energiedichte der Mahlzeiten – ein Kernpunkt für eine ausgewogene Ernährung. Sie tragen nicht nur zur Sättigung bei, sondern regen auch die Verdauung an. Das lösliche Beta-Glucan dient zudem nützlichen Bakterien im Darm als Energiequelle. Ein natürlicher präbiotischer Effekt kommt in Gang, der die Freisetzung von vielfältigen stoffwechselaktiven Substanzen fördert und eine gesunde, breitgefächerte Darmflora (Darm-Mikrobiom) unterstützt.

Zusätzlich hat Beta-Glucan die positive Eigenschaft, im Dünndarm überschüssiges Cholesterin und Gallensäuren zu binden. Auf diese Weise können zu hohe LDL-Cholesterinwerte im Blut naturally gesenkt werden. Ein normaler Cholesterinspiegel trägt wiederum dazu bei, das Risiko von koronaren Herzerkrankungen signifikant zu reduzieren.

Bereits 20 Gramm Gerstoni Gourmet Gerste oder Gerstenflocken in einer Mahlzeit liefern 1 g Beta-Glucan und unterstützen einen normalen Blutcholesterinwert. Diese einzigartigen Nährwerte basieren auf der speziellen Züchtung der Beta-Glucan-Gerste. Sie lassen sich nicht auf andere Gerstenprodukte übertragen. Dabei sollte auf eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung sowie ausreichend Bewegung geachtet werden.

Gerste und Blutzucker

Wissenschaftliche Studien belegen zudem, dass die Aufnahme von 50 Gramm Kohlenhydraten in Form von ballaststoffreicher Vollkorn-Gerste einen deutlich niedrigeren Blutzuckeranstieg nach einer Mahlzeit aufweist. Die Erklärung: Bei Gerste werden die Kohlenhydrate, anders als beim Reis, in Verbindung mit Ballaststoffen aufgenommen.

Ballaststoffreich, einfach und vielseitig

Entscheidend bei Nahrungsmitteln ist nicht nur die Frage, wie gesund oder nahrhaft etwas ist, sondern was man damit Leckeres machen kann. Das ist bei Gerstoni einfach: Man kann bei vielen Gerichten den Reis durch Gerstoni ersetzen, denn die Zubereitung ist identisch. Das Getreide eignet sich zum Kochen, Backen, für Salate, Desserts, aber auch als Alternative zu Haferflocken oder Haferkleie beim Frühstück.

Das macht es einfach, den Reis mal Reis sein zu lassen und sich mit heimischen Produkten ausgewogen, abwechslungsreich und klimafreundlich zu ernähren.

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